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Pflegekräfte aus dem Ausland: Welches neue Gesetz gilt 2026 wirklich?
Gesetzes-Check, Stand 30.09.2026
Neues Gesetz, alte Wartezeit?
Was seit wann gilt und was die Pflege gar nicht betrifft.
Neu seit 2023/24Neu 2026Gilt nicht für die Pflege
„Gibt es ein neues Gesetz, mit dem ich schneller Pflegekräfte aus dem Ausland bekomme?“ Das fragen sich gerade viele Kliniken und Pflegeheime. Die kurze Antwort: Ja, es gibt neue Regeln, und die wichtigsten sind jung. Seit Dezember 2023 und März 2024 kommen Pflegekräfte schneller in die Prüfung, dürfen länger zur Anerkennung bleiben und dabei mehr arbeiten. 2026 sind zwei weitere Regeln in Kraft getreten, beide ohne Einfluss auf Einreise oder Anerkennung. Das neue Anerkennungsgesetz, über das gerade viel berichtet wird, beschleunigt dagegen ab 1. November 2026 die Anerkennung für Ärzte, Zahnärzte, Apotheker und Hebammen, nicht für die Pflege.
Mein Name ist Baicy Terbrüggen, Gründerin von Kaam-in in Köln. In den vergangenen drei Jahren haben wir mehr als 500 Pflegefachkräfte und Auszubildende aus Indien an Kliniken und Pflegeeinrichtungen in Deutschland vermittelt. Dabei begleiten wir täglich Anerkennungs-, Visums- und Aufenthaltserlaubnisverfahren aus nächster Nähe.
In diesem Beitrag geht es nicht um Schlagzeilen, sondern um Fakten: Was gilt seit wann? Was wurde bereits beschlossen? Und was ist bisher nur angekündigt? Vor allem aber beantworte ich die Frage, die Arbeitgeber wirklich interessiert: Bringt die neue Regelung Ihre Pflegekraft schneller in den Dienstplan?
Der Pflegenotstand 2026 ist der Grund, warum diese Frage so drängt. Rund 20 Prozent der Beschäftigten in Pflegeberufen haben inzwischen eine ausländische Staatsangehörigkeit, in Kliniken 17 Prozent, in der ambulanten und stationären Pflege 24 Prozent (Bundesagentur für Arbeit, Mai 2026). Doch: Der Personalmangel allein macht keine Behörde schneller.
Pflegekräfte aus dem Ausland: Neues Gesetz, welche Regeln gelten seit wann?
Die Erleichterungen, die den Weg für Pflegekräfte aus dem Ausland am stärksten verkürzen, sind jung: Sie traten am 16.12.2023 und 01.03.2024 in Kraft und gehen auf das Pflegestudiumstärkungsgesetz sowie das reformierte Fachkräfteeinwanderungsgesetz zurück. Im Jahr 2026 kamen zwei weitere Regelungen hinzu, die die Einreise und Anerkennung jedoch nicht beschleunigen. Die folgende Übersicht zeigt jede Regelung mit ihrem Inkrafttretensdatum und konkreten Auswirkungen für Ihre Einrichtung. Stand der Prüfung: 30.09.2026. Grundlage der Prüfung sind die Gesetzestexte sowie die Veröffentlichungen des Bundesgesundheitsministeriums und des Deutschen Bundestages.
Gesetzes-Check für Pflegekräfte aus dem Ausland, Stand 30.09.2026
| Regel | Stand | seit / ab | Gilt für Pflegefachkräfte? | Was es für Ihre Einrichtung bedeutet |
|---|---|---|---|---|
| Verzicht auf die Gleichwertigkeitsprüfung, direkt Kenntnisprüfung oder Anpassungslehrgang (§ 40 Abs. 3a Pflegeberufegesetz) | in Kraft | 16.12.2023 | ja | Bescheid kommt schneller, die Prüfung bleibt |
| Aufenthalt zur Anerkennung bis 24 Monate, höchstens 3 Jahre, dazu bis 20 Stunden Arbeit pro Woche (§ 16d Abs. 1 AufenthG) | in Kraft | 01.03.2024 | ja | mehr Zeit für Lehrgang oder Prüfung, Mitarbeit schon vor der Anerkennung |
| Anerkennungspartnerschaft: einreisen und arbeiten, Anerkennung läuft parallel (§ 16d Abs. 3 AufenthG) | in Kraft | 01.03.2024 | ja, mit Sonderregel für zugelassene Pflegeeinrichtungen | früherer Arbeitsbeginn als Hilfskraft möglich, Ihr Haus übernimmt die Nachqualifizierung |
| BEEP: Befugnisse von Pflegefachpersonen (BGBl. 2025 I Nr. 371) | in Kraft | 01.01.2026 | ja | erweiterte Befugnisse erst mit Berufserlaubnis, also nach der Anerkennung |
| Aufenthaltstitel bei befristetem Vertrag: Vertragsdauer plus 6 statt 3 Monate (§ 18 Abs. 4 und 5 AufenthG) | in Kraft | 29.07.2026 | ja, nach der Anerkennung | mehr Spielraum bei Vertragsende oder Wechsel |
| Beschleunigung der Anerkennungsverfahren in Heilberufen (BGBl. 2026 I Nr. 225) | beschlossen | 01.11.2026 | nein | gilt für Ärzte, Zahnärzte, Apotheker und Hebammen |
| Pflegefachassistenzausbildung (Pflegefachassistenzgesetz) | beschlossen | 01.01.2027 | Assistenzebene | neue bundeseinheitliche Ausbildung unterhalb der Fachkraft |
| Work-and-Stay-Agentur mit zentraler Plattform | nur Eckpunkte | offen | wenn sie kommt | heute kein Effekt, kein Starttermin |
| WHO-Liste 2026 | angekündigt | offen | ja | Indien steht auf der geltenden Liste nicht |
| Kompetenzvermutung | nur Vorschlag | offen | wäre ja | kein Gesetzentwurf |
Manche Seiten schreiben, das neue Anerkennungsgesetz vom 1. November mache auch die Anerkennung von Pflegekräften schneller. Das stimmt nicht. Warum nicht, erkläre ich weiter unten.
Welche neuen Regeln seit Ende 2023 bringen Ihre Pflegekraft früher ins Team?
Drei Regeln aus den Jahren 2023 und 2024 bringen eine Pflegekraft aus dem Ausland tatsächlich früher in Ihr Team.
Verzicht auf die Gleichwertigkeitsprüfung (seit 16.12.2023). Eine Pflegefachkraft aus dem Ausland kann darauf verzichten, dass die Behörde ihre Ausbildungsunterlagen im Detail mit der deutschen Ausbildung vergleicht. Sie geht dann direkt in eine Kenntnisprüfung oder einen Anpassungslehrgang (§ 40 Abs. 3a Pflegeberufegesetz). Wir bei Kaam-in nutzen diesen Verzicht, weil wir so zügig an die Bescheide kommen. Ich halte das auch fachlich für richtig: Eine Anerkennungsmaßnahme ist für jede ausländische Pflegekraft sinnvoll, weil es in der Pflege von Land zu Land oft Unterschiede gibt. So wird die Pflegekraft in Deutschland vernünftig eingearbeitet, bevor sie als Pflegefachkraft arbeitet.
Mehr Zeit und Arbeit während der Anerkennung (seit 01.03.2024). Der Aufenthalt zur Anerkennung dauert bis zu 24 Monate und lässt sich um höchstens 12 Monate auf insgesamt drei Jahre verlängern. Vorher waren es 18 Monate, verlängerbar um 6. Neben dem Lehrgang darf die Pflegekraft bis zu 20 Stunden pro Woche in einer Beschäftigung arbeiten, die von der Qualifizierung unabhängig ist, vorher waren es 10 Stunden (§ 16d Abs. 1 AufenthG). Für Ihre Einrichtung heißt das: Eine Pflegekraft, die noch im Anpassungslehrgang steckt, kann schon im Team mitarbeiten, etwa als Pflegehilfskraft. Stationäre Pflegeeinrichtungen dürfen solche Pflegekräfte nach der seit 01.01.2026 geltenden Fassung von § 113c Abs. 3 SGB XI oberhalb der Mindestpersonalausstattung sogar auf Stellenanteilen der Fachkraftebene einsetzen, solange diese berufsbegleitend den Anpassungslehrgang machen.
Anerkennungspartnerschaft (seit 01.03.2024). Mit der Anerkennungspartnerschaft darf eine Pflegekraft einreisen und arbeiten, bevor ihre Anerkennung abgeschlossen ist. Läuft das Anerkennungsverfahren noch nicht, muss sie es unverzüglich nach der Einreise einleiten. Voraussetzungen sind unter anderem eine staatlich anerkannte Ausbildung von mindestens zwei Jahren, hinreichende Deutschkenntnisse, ein konkretes Arbeitsplatzangebot, eine Vereinbarung mit dem Arbeitgeber und die Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit. Für Pflegeeinrichtungen mit Versorgungsvertrag der Pflegekasse (nach § 72 SGB XI) gilt eine Sonderregel: Sie müssen nicht an einen Tarifvertrag gebunden sein, wenn Einstufung und Gehalt auf den Zielberuf hinführen (§ 16d Abs. 3 AufenthG).
Bei Kaam-in gehen wir deshalb einen anderen Weg: Den Antrag auf Anerkennung stellen wir so früh wie möglich, also bereits vor der Einreise. Das Visum beantragen wir erst, wenn der Anerkennungsbescheid vorliegt. Der Grund ist einfach: Die längsten Wartezeiten entstehen meist bei den zuständigen Behörden. Wer diese Verfahren früh startet, vermeidet unnötige Verzögerungen im weiteren Prozess. Wie die Vermittlung bei uns Schritt für Schritt abläuft, lesen Sie auf unserer Seite zur Vermittlung.
Bringt ein neues Gesetz Pflegekräfte 2026 schneller auf Station?
Die zwei Regeln, die 2026 in Kraft getreten sind, bringen eine Pflegekraft nicht schneller nach Deutschland oder durch die Anerkennung. Sie verbessern aber die Lage Ihrer Pflegekräfte und Ihres Hauses. Schneller wird der Weg durch die Reformen von 2023 und 2024.
Längere Gültigkeit des Aufenthaltstitels (seit 29.07.2026). Hat eine anerkannte Pflegefachkraft (Aufenthaltstitel nach § 18a AufenthG) einen befristeten Arbeitsvertrag, gilt ihr Aufenthaltstitel jetzt für die Vertragsdauer plus sechs Monate, bisher waren es drei. Endet die Beschäftigung vorzeitig, bleiben mindestens sechs Monate Geltungsdauer (§ 18 Abs. 4 und 5 AufenthG). Für Ihr Haus heißt das: Bei einer Verlängerung oder einem Wechsel haben Sie mehr Zeit, bevor die Ausländerbehörde zum Engpass wird.
BEEP-Gesetz (seit 01.01.2026). Das BEEP-Gesetz ist keine Einwanderungs- oder Anerkennungsregel. Das Gesetz zur Befugniserweiterung und Entbürokratisierung in der Pflege gibt Pflegefachpersonen mehr eigenständige Befugnisse (BGBl. 2025 I Nr. 371). Für Pflegekräfte aus dem Ausland ist ein Punkt entscheidend: Diese Befugnisse setzen die Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung voraus, also die abgeschlossene Anerkennung. Außerdem erweitert das BEEP-Gesetz ab 01.01.2027 das Gütezeichen „Faire Anwerbung Pflege Deutschland“ auf die Anwerbung von Auszubildenden.
Das beschleunigte Fachkräfteverfahren können Arbeitgeber bei der Ausländerbehörde beantragen. Auf Wunsch übernehmen wir bei Kaam-in den gesamten Prozess in ihrem Namen. Der Begriff „beschleunigt“ weckt allerdings Erwartungen, die sich in unserer täglichen Praxis bisher nur selten erfüllt haben. Bei Anerkennungsbehörden und Ausländerbehörden erleben wir weiterhin lange Bearbeitungszeiten und warten oft viele Monate auf Bescheide und Aufenthaltserlaubnisse. Was das Verfahren kostet, steht in unserem Kosten-Ratgeber.
Warum gilt das Anerkennungsgesetz vom 1. November nicht für die Pflege?
Das Gesetz zur Beschleunigung der Anerkennungsverfahren in Heilberufen gilt nicht für Pflegefachkräfte. Es beschleunigt die Anerkennung für Ärzte, Zahnärzte, Apotheker und Hebammen, für die OP-Assistenzberufe ATA und OTA regelt es nur Übergangsfristen. Das Pflegeberufegesetz ändert es nicht. Der Bundestag hat es am 26.03.2026 beschlossen, der Bundesrat am 08.05.2026 gebilligt, in Kraft tritt es im Wesentlichen am 01.11.2026 (Bundesgesundheitsministerium).
Die Verwechslung liegt nahe, weil Pflege umgangssprachlich auch als Heilberuf gilt. Ein eigener Entwurf, der die Anerkennung speziell für Pflegefachkräfte beschleunigt, lag bis zum 30.09.2026 nicht vor. Weder beim Bundesgesundheitsministerium noch in der Datenbank des Bundestags noch im Bundesgesetzblatt fand sich einer.
Auch die sogenannte Kompetenzvermutung ist kein Gesetz. Sie würde ausländischen Pflegekräften erlauben, als Fachkraft zu arbeiten, solange das Verfahren läuft. Die Bundesregierung hat im Juni 2025 im Bundestag gesagt, der Vorschlag werde in Fachkreisen und bei den Ländern kontrovers diskutiert (Plenarprotokoll 21/13). Einen Entwurf gibt es nicht.
Absichtserklärung mit Indien und WHO-Liste Pflegekräfte 2026: Was ändert sich?
Die Absichtserklärung mit Indien vom 12.01.2026 ist kein Gesetz, und sie ändert keine bestehende Regelung. Das Bundesgesundheitsministerium und das indische Gesundheitsministerium haben sie während des Indien-Besuchs von Bundeskanzler Merz unterzeichnet. Ziel sind gemeinsame Standards für die faire Anwerbung von Pflegekräften, orientiert am Gütesiegel „Faire Anwerbung Pflege Deutschland“. Außerdem sollen sogenannte Global Skills Partnerships aufgebaut werden, also Ausbildungsprogramme in Indien, die gezielt auf eine spätere Tätigkeit in Deutschland vorbereiten (Pressemitteilung des Bundesgesundheitsministeriums, 12.01.2026).
Dass Anerkennungsverfahren dadurch einfacher oder gar entbehrlich werden, wird in der Erklärung als Ziel formuliert, ist aber keine geltende Regelung.
Was wir in der Praxis merken: Im Vergleich zu deutschen Botschaften in anderen Ländern bekommen wir Termine an den deutschen Vertretungen in Indien inzwischen sehr schnell, und die deutschen Behörden in Indien arbeiten kooperativ mit uns zusammen. Lange Wartezeiten haben wir dort nicht mehr. Ob das an der Absichtserklärung liegt, kann ich nicht sagen. Für uns liegt der Engpass heute in Deutschland, nicht in Indien.
Zur WHO-Liste Pflegekräfte 2026: Die WHO führt eine Liste von Staaten, aus denen wegen eigenen Personalmangels nicht aktiv angeworben werden soll. In Deutschland ist sie in der Beschäftigungsverordnung umgesetzt. Die geltende Liste nennt 55 Staaten, Indien steht nicht darauf (Anlage zu § 38 BeschV). Die WHO hat ihren Verhaltenskodex am 29.05.2026 geändert und eine neue Liste für später im Jahr 2026 angekündigt, bis zum 30.09.2026 war sie nicht erschienen (WHO, 29.05.2026). Ob Indien darauf stehen wird, kann heute niemand seriös sagen.
Kaam-in ist nach dem RAL-Gütezeichen „Faire Anwerbung Pflege Deutschland“ zertifiziert. Was faire Anwerbung nach den WHO-Regeln konkret bedeutet, erkläre ich auf unserer Seite zur fairen Anwerbung.
Angekündigt oder beschlossen, aber noch nicht da: Plattform, Assistenzausbildung, Pflegereform
Drei Dinge werden oft so beschrieben, als würden sie schon gelten. Hier ist der Stand.
Work-and-Stay-Agentur. Die Work-and-Stay-Agentur gibt es noch nicht. Das Bundeskabinett hat am 05.11.2025 nur Eckpunkte für eine Agentur mit zentraler digitaler Plattform für die Fachkräfteeinwanderung beschlossen (Bundesregierung). Laut Antwort des Bundesarbeitsministeriums vom 23.06.2026 arbeitet eine Steuerungsgruppe daran und stellt gerade die IT-Bedarfe fest. Einen Gesetzentwurf und einen Starttermin gibt es nicht (Bundestagsdrucksache 21/6731). Wirklich digital ist heute etwas anderes: Seit 01.01.2025 lassen sich nationale Visa, darunter die für Fachkräfte, an allen 167 deutschen Visastellen digital über das Auslandsportal des Auswärtigen Amts beantragen.
Pflegefachassistenz. Ab dem 01.01.2027 gibt es eine bundeseinheitliche Ausbildung zur Pflegefachassistenz. Für Bewerberinnen und Bewerber aus Drittstaaten eröffnet dies einen einheitlichen Ausbildungsweg in Deutschland. Für die Aufnahme der Ausbildung ist grundsätzlich keine bereits anerkannte Pflegehelferausbildung erforderlich. Wer die schulischen Voraussetzungen erfüllt und einen Ausbildungsplatz erhält, kann die Ausbildung in Deutschland absolvieren. Das Pflegefachassistenzgesetz erleichtert damit vor allem die Ausbildung und schafft künftig ein bundesweit einheitliches Berufsbild.
Pflegereform. Die „Pflegereform 2026“ ist das Pflegeneuordnungsgesetz, ein Kabinettsentwurf vom 30.09.2026 zur Pflegeversicherung. Regeln zu Anerkennung oder Einwanderung enthält er nicht (Bundesgesundheitsministerium).
Welche Landesprogramme fördern die Anwerbung aus dem Ausland?
Schleswig-Holstein, Thüringen und Baden-Württemberg haben eigene Programme für die Anwerbung aus dem Ausland, jedes mit eigener Bedingung und eigenem Stand.
Förderung und Refinanzierung, Stand 30.09.2026
| Land | Was | Bedingung | Stand |
|---|---|---|---|
| Schleswig-Holstein | pauschal 12.500 Euro je angeworbene Pflegefachkraft, refinanziert über die Pflegesätze | stationäre Einrichtungen, ambulant noch in Verhandlung | beschlossen 19.06.2025 (Landtag, Drucksache 20/4434) |
| Thüringen | 5.000 Euro je gewonnenen Auszubildenden aus Drittstaaten | nur Auszubildende in der Pflegefachausbildung, nur über anerkannte Dienstleister | Anträge für Ausbildungsbeginn September 2026, Richtlinie in Überarbeitung (ThAFF) |
| Baden-Württemberg | bis 3.000 Euro Sprachkurskosten je Pflegefachkraft | nur bei Einstellung über das Programm Triple Win | letzte Bestätigung 2024, Fortbestand offen (Sozialministerium BW) |
Einen eigenen Beitrag zur Förderung bereiten wir gerade vor. Das Gehalt zahlt Ihre Einrichtung als Arbeitgeber. Was die Vermittlung kostet und welche Förderung der Agentur für Arbeit für Sprachkurse und Anerkennungslehrgänge infrage kommt, steht in unserem Ratgeber zu den Kosten.
Häufige Fragen: Pflegekräfte aus dem Ausland und das neue Gesetz
Gibt es 2026 ein neues Gesetz für Pflegekräfte aus dem Ausland?
Ja. In Kraft getreten sind 2026 eine längere Gültigkeit des Aufenthaltstitels bei befristetem Vertrag (seit 29.07.2026) und das BEEP-Gesetz zu Pflegebefugnissen (seit 01.01.2026), beide ohne Einfluss auf Einreise oder Anerkennung. Die wichtigsten Erleichterungen für die Anerkennung gelten erst seit Dezember 2023 und März 2024. Das neue Anerkennungsgesetz ab 01.11.2026 gilt dagegen nicht für Pflegekräfte.
Gilt das neue Anerkennungsgesetz ab 1. November 2026 auch für Pflegekräfte?
Nein. Das Gesetz zur Beschleunigung der Anerkennungsverfahren in Heilberufen ändert das Pflegeberufegesetz nicht. Es beschleunigt die Anerkennung für Ärzte, Zahnärzte, Apotheker und Hebammen.
Wie lange dürfen ausländische Pflegekräfte während der Anerkennung in Deutschland arbeiten?
Der Aufenthalt zur Anerkennung dauert seit 01.03.2024 bis zu 24 Monate und lässt sich auf höchstens drei Jahre verlängern. Neben dem Lehrgang darf die Pflegekraft bis zu 20 Stunden pro Woche arbeiten. Nach der Anerkennung gilt der Aufenthaltstitel bei befristetem Vertrag seit 29.07.2026 für die Vertragsdauer plus sechs Monate.
Steht Indien 2026 auf der WHO-Liste?
Nein, Stand 30.09.2026. Die in Deutschland geltende Liste nennt 55 Staaten, Indien gehört nicht dazu. Die WHO hat eine neue Liste für 2026 angekündigt, bis zum 30.09.2026 war sie nicht veröffentlicht. Was die WHO-Regeln für Einrichtungen bedeuten, lesen Sie auf unserer Seite zur fairen Anwerbung mit Gütezeichen.
Welche Änderungen bringt die Pflegereform 2026?
Zu Anerkennung oder Einwanderung bringt sie keine neuen Regeln. Die „Pflegereform 2026“ ist das Pflegeneuordnungsgesetz, ein Kabinettsentwurf vom 30.09.2026 zur Pflegeversicherung.
Welche neue Pflegeausbildung kommt 2027?
Ab 01.01.2027 gibt es eine bundeseinheitliche Ausbildung zur Pflegefachassistenz. Sie liegt unterhalb der Fachkraftebene.
Mein Fazit: Der frühe Antrag zählt mehr als jedes Gesetz
Neue Regeln für Pflegekräfte aus dem Ausland gibt es, und die wirksamsten sind erst seit Ende 2023 und 2024 in Kraft. Nur das große Anerkennungsgesetz vom November gilt nicht für die Pflege.
Wir bieten an, dass Ihre Praxisanleiterin oder Ihr Praxisanleiter nach Indien reist, damit die Einarbeitung schon vor der Einreise beginnt. Genutzt hat das bisher noch keine Einrichtung, und ich würde mich freuen, wenn die erste es ausprobiert.
Solange die Anerkennungs- und Ausländerbehörden in Deutschland monatelang brauchen, bringt auch ein neues Gesetz Ihre Pflegekraft kaum schneller auf Station. Zeit sparen ein Anerkennungsantrag, der vor der Einreise gestellt wird, und eine Pflegekraft, die mit Deutsch auf B2-Niveau ankommt. So machen wir es bei Kaam-in.
Welcher Weg zu Ihrem Haus passt und wie lange er realistisch dauert, klären wir am besten gemeinsam: Vereinbaren Sie ein Erstgespräch mit mir, kostenlos und unverbindlich.